Karriere

Der Kampf gegen die Aufschieberitis

Fast jeder kennt den Gedanken: „Morgen ist auch noch ein Tag…“ und wieder einmal bleibt die Bewerbung liegen oder die Steuererklärung wird vertagt. Auch wenn Zeitdruck bei manchen Aufgaben zu Höchstleistungen anspornen kann, wer ständig unangenehme Aufgaben verschiebt, wird in der Zwischenzeit nicht richtig abschalten können und setzt sich einer dauerhaften nervlichen Belastung aus. Wenn auch Sie die chronische Verzögerungstaktik in den Griff bekommen möchten, helfen unsere Strategien im Kampf gegen die Aufschieberitis!

 

Menschen, die unter einer „Prokrastination“ leiden, wie es im psychologischen Fachjargon heißt, vertagen wichtige Aufgaben auf später. Dafür gibt es verschiedene Gründe: Oft haben sie Schwierigkeiten Prioritäten zu setzten oder leiden unter latenten Versagensängsten, weil sie sich der unangenehmen Aufgabe nicht gewachsen fühlen oder Angst vor dem Scheitern haben. Dinge ab und zu auf den letzten Drücker zu erledigen ist durchaus menschlich. Wer jedoch ständig Aufgaben vor sich herschiebt, riskiert in einen Teufelskreis zu geraten: Zögert man eine Aufgabe auf den letztmöglichen Zeitpunkt hinaus, entsteht wegen der zunehmenden Zeitnot häufig das Gefühl der Überforderung, was schlussendlich in Selbstzweifel und Demotivation enden kann. Damit aber beispielsweise die Bewerbung pünktlich im Wunsch-Unternehmen ankommt, gilt es die eigene Einstellung zu ändern und den inneren Schweinehund zu besiegen, denn die Folgen des ständigen Aufschiebens sind meist schlimmer als die eigentliche Aufgabe. Folgende Strategien helfen Ihnen dabei:

 

1. Das Bedürfnis, wichtige Aufgaben aufzuschieben gleicht einer Gewohnheit, die es zu durchbrechen gilt. Wenn Sie sich Ihr Verhalten bewusst machen und analysieren, warum Sie die Aufgabe aufschieben, können Sie die Gewohnheit leichter ablegen.

 

2. Anstatt den Terminkalender aus Alibi-Gründen zu füllen, ist es effektiver, sich eine Prioritäten-Liste mit allen wichtigen, unerledigten Aufgaben zu schreiben, um sich an konkreten Zielen orientieren zu können. Schreiben Sie anschließend dazu, wie viel Zeitaufwand die einzelnen Aufgaben benötigen werden. Sie werden feststellen, dass viele Pflichten weniger Zeit in Anspruch nehmen, als Sie denken. Außerdem macht das Aufschreiben den Kopf frei und entlastet das Gewissen.

 

3. Manche Aufgaben erscheinen zu groß und zu unübersichtlich. Zerlegen Sie sie deshalb in kleine Teilschritte. Wenn Sie die erste Aufgabe erledigt haben, werden Sie merken, dass Sie den Aufwand der Aufgabe möglicherweise überschätzt haben. Außerdem verringert sich der Abstand zwischen Aufgabe und Ziel und die Überwindung sie anzugehen, wird kleiner.

 

4. Auf die Arbeit folgt bekanntlich das Vergnügen. Verschaffen Sie sich deshalb eine extra Portion Motivation, indem Sie Ihr Tagwerk mit etwas belohnen, das Sie wirklich gerne machen. So ersetzen Sie das unangenehme Gefühl beim Gedanken an die zu erledigenden Aufgaben durch ein schönes Gefühl der Vorfreude und es fällt leichter, die anstehenden Aufgaben positiv anzugehen.

 

Damit Sie nicht länger unter „Aufschieberitis“ leiden, gilt es neben den genannten Strategien besonders eines zu beachten: Fangen Sie schon heute damit an, ihr Verhalten zu ändern. Dann haben Sie die wichtigste Schlacht im Kampf gegen die Aufschieberitis gewonnen! Denken Sie schon jetzt an die schönen Resultate Ihrer Arbeit und genießen Sie nach getaner Arbeit mit einem guten Gefühl, die wirklich schönen Dinge des Lebens.